Die Engagierten und das Engagement zusammenbringen

 

Grundausbildung für „Freiwilligenkoordinatoren“ beendet

 

Von Karl-Günter Balzer

Anneke Gittermann (rechts) und Mike Bodenstein (links) übergaben die Zertifikate an die glücklichen Absolventen (Foto: Karl-Günter Balzer).
Anneke Gittermann (rechts) und Mike Bodenstein (links) übergaben die Zertifikate an die glücklichen Absolventen (Foto: Karl-Günter Balzer).

Marburg. Ein Tusch. Beifall. Und dann werden die Zertifikate übergeben. Anstoßen mit Sekt und Orangensaft. Der Kirchenkreis Marburg hat jetzt 18 „Freiwilligenkoordinatoren“.

 

Für Anneke Gittermann von der Fachstelle für Engagementförderung der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck und Mike Bodenstein, der im Kirchenkreis als überregionaler Koordinator tätig ist, war es ein freudiger Tag. Aus 14 Gemeinden in zwei Kirchenkreisen hatten sich haupt- und ehrenamtliche Menschen an der Basisfortbildung „Freiwilligenkoordination“ beteiligt. Am vergangenen Donnerstag (25.09.) übergaben sie in der Familienbildungsstätte die Zertifikate an die erfolgreichen Absolventen der Ausbildung zum Freiwilligenkoordinator  im Kirchenkreis Marburg.

 

Dass gerade in der Kirche das Ehrenamt eine lange und große Tradition hat, das hielt Gittermann in ihrer Ansprache fest: „Allein in den Kirchengemeinden unserer Landeskirche engagieren sich über 40.000 Menschen. Dazu kommen die vielen Ehrenamtlichen in der Diakonie“. Dafür sei man sehr dankbar. Aber dieser Standart sei unter den sich verändernden Bedingungen nur schwer zu halten. Deshalb gelte es, künftig auch auf Menschen zuzugehen, die sich anders engagieren möchten als das bisher möglich sei.

 

Konkrete Projekte planen in der Markusgemeinde Marbach Pfarrer Oliver Henke und Elisabeth Tufar. Henke möchte mit engagierten Menschen z. B. einen lebendigen Adventskalender verwirklichen oder kann sich eine „Bürgerkanzel“ vorstellen, auf der aktuelle Themen mit fachkundigen Personen angesprochen werden. Und Ralf Hartmann, Pfarrer an der Elisabethkirche im Bereich Waldtal überlegt mit anderen zusammen, wie Hilfsangebote für Flüchtlinge umgesetzt werden könnten.

 

Das Konzept von Gittermann und Bodenstein fand bei allen Teilnehmern eine sehr positive Resonanz. Waldtraut Blanke von der Evangelischen Kirchengemeinde Cappel lobte insbesondere die Ausbildungselemente, die es ihr erleichterten, sich in andere Personen hineinzuversetzen. Und für sie selbst und alle Ehrenamtlichen gelte selbstverständlich die Botschaft: „Das ist gut, was du machst!“ (02.10.2014)

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